Assessment Pastoren

Zielsetzungen
In dem Assessment-Center (AC) für Berufsanfänger sollen fachliche, soziale und persönliche Kompetenzen sichtbar und hinsichtlich des Anforderungsprofils für Pastoren beobachtbar gemacht und bewertet werden.
Die Ergebnisse des AC sollen zuerst zur Potentialentwicklung der Kandidaten beitragen, und auch den Arbeitgebern die Entscheidung erleichtern, ob sie den Teilnehmer als Pastor anstellen sollen, sowie den Kandidaten die Entscheidung transparenter machen.
Weiter sollen die Ergebnisse dem Mentor helfen, den Pastor weiterhin individuell und zielgerichtet einzusetzen und zu fördern.
Schließlich zeigen die Beurteilung der Hochschule, die Ergebnisse des AC und die Bewertungen während des ersten Berufsjahres eine Entwicklung des Kandidaten auf und ermöglichen es, den Pastor bis zu seiner Ordination zielgerichteter zu fördern.

Anforderungsprofil
Das Anforderungsprofil für adventistische Pastoren/innen ergibt sich aus dem „Leitbild für Pastoren“, das 2003 erstellt wurde. Kurz zusammen gefasst geht es um folgende Anforderungen:

  • Kompetenzen im Handlungsfeld Theologie
  • Kompetenzen im Handlungsfeld Mission
  • Kompetenzen im Handlungsfeld Gemeindedienste
  • Kompetenzen im Handlungsfeld Kybernetik
  • Soziale Kompetenzen wie z.B. Kontaktfreudigkeit, Kommunikationsfähigkeit, Dienstbereitschaft, Teamfähigkeit und Konfliktfähigkeit
  • Persönliche Kompetenzen wie z.B. Glaubensüberzeugung, Berufsgewissheit, Selbstorganisation, Flexibilität und Entwicklungsbereitschaft

Struktur und Rahmen des AC
Im Vorfeld des AC werden bereits Informationen eingeholt bzw. Maßnahmen durchgeführt. Die Kandidaten beantworten einen persönlichen Fragebogen und füllen einen Persönlichkeitstest aus. Außerdem werden Fremdbeurteilungen eingeholt.
Das AC wird für zwei bis drei Tage in einem Tagungshaus durchgeführt. Während des AC werden die Kandidaten in Interviews und (Einzel- und Gruppen-)Übungen beobachtet. Am Ende des Beurteilungsverfahrens wird den Kandidaten das Ergebnis in einem Auswertungsgespräch mitgeteilt und später (ausführlicher) schriftlich zugesandt.
Die Ergebnisse werden den Vorstehern (als Arbeitgeber) mitgeteilt und den Mentoren zur Verfügung gestellt.
Die abschließende Beurteilung wird lauten:
Für das Predigtamt: empfohlen – bedingt empfohlen – nicht empfohlen.
Außerdem werden die Stärken und Schwächen des Kandidaten vermerkt und Maßnahmen zur Förderung empfohlen. Dies geschieht in einem anschließenden ausführlichen Potentialförderungsgespräch.